..feliz!
Eigentlich ist das alles, was ich sagen möchte. Hier bin ich, glücklich!
Vor einem Monat bin ich zu einer nicaraguanischen Familie gezogen. Im Haus schwirren vier kleine Kinder rum, die Großmutter ruft ihnen hinterher, während die Mütter, müde von der Arbeit, die Füße auf der Couch hochlegen. Ich esse verdammt gut und fettig zu Mittag, wenn ich es wollte, würde man mir die Wäsche waschen und ich darf sogar Fernsehn gucken. Kurz, auch ich lege ein bisschen die Füße hoch und entspanne mich. So manchen Nachmittag verbringe ich einfach damit, auf der Veranda vor dem Haus zu sitzen, das Geschehen auf der Straße zu beobachten und die Zeit vergehen zu lassen. Von Zeit zu Zeit schaukel ich mal das Baby oder beschäftige die anderthalbjährige Gabi und bewege mich vom Plastikstuhl draußen zum Sessel im Wohnzimmer.
Wovon ich eigentlich erzählen will, ist, dass ich angekommen bin. Ich fühle mich zu Hause. Und das macht nicht der Umzug, sondern das hier leben. Por fin - endlich - hat mich der nicaraguanische Lebensrhythmus, haben mich die Gelassenheit und der Humor gekriegt. Und ich genieße es! Wenn mir auch manchmal mulmig dabei ist, zuzuschauen, wie meine Disziplin und meine Genauigkeit flöten gehen. Sie kommen wohl früh genug zurück!
Das ist der schmerzende Punkt. Ich möchte Nicaragua gerne mit nach Deutschland nehmen! Ich kann das alles doch nicht einfach so zurücklassen! Mit Blick auf die kurze Zeit, die bleibt, werde ich ganz sentimental...
Doch natürlich, ich freue sehr darauf, Euch bald wiederzusehen! Und ich bin sicher, ich bringe Euch ein Stück Nicaragua mit. Ich habe es in meinem Herzen!
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